Resident Artists

In residence heißt: ansässig sein. Ein Resident Artist kommt nicht zu Besuch, sondern ist hier zuhause – mit eigenem Schlüssel, eigenem Fach für Farben, Pinsel und laufende Arbeiten, und über 100 Quadratmetern, die du nutzt, wann und wie du willst.Warum mir dieses Konzept so wichtig ist? Meine liebste Kunstzeit war die im Malsaal der Universität. Nicht, weil der Raum besonders war, sondern weil dort alles zusammenkam: der Austausch mit den anderen, Input zu neuen Themen, geleitete Werkbesprechungen, gemeinsam organisierte Werkschauen. Später habe ich in einer Ateliergemeinschaft gearbeitet, in der genau dieser Teil fehlte – viele waren wochenlang kaum da, und niemand wollte die Organisation übernehmen. So verliefen viele Ideen im Sand.Das hat mir gezeigt: Eine aktive Gemeinschaft ist keine Selbstverständlichkeit. Es braucht Struktur, jemanden der organisiert, und Menschen mit Freude am gemeinsamen Wachstum. Genau das möchte ich mit LUV schaffen – den Malsaal von damals, nur ohne Noten und ohne Leistungsdruck. Ein Schlüssel und ein Regal sind die Voraussetzung, nicht das Ziel.Damit ich dem Raum, der Gemeinschaft und dir gerecht werde, gibt es nur zehn Plätze. Bei zehn Menschen kenne ich jede Arbeit und jede Entwicklung. Du bist hier keine Schließfachnummer, sondern ein einzigartiger Teil der Ateliergemeinschaft.

Unsere Resident Artist

Resident Artist seit August 2026 - Malerei & Linoldruck

Hi, ich bin Tatjana Hodes (Atelierleitung) und liebe die Verbindung von Farbe, Form, Linie und Schrift. Ob lasierend oder pastos aufgetragene Farbe, abstrakte Malerei oder realistische Motive – meine Arbeiten bewegen sich bewusst zwischen unterschiedlichen Ausdrucksformen. Immer wieder setze ich mich mit Gegensätzen auseinander: Urbanität und Wildnis, fragile Schönheit und feminines Selbstbewusstsein, Harmonie und Spannung. Diesen Themen nähere ich mich auf unterschiedliche Weise und verbinde dabei verschiedene Techniken und Materialien. Im Rahmen meines Kunststudiums an der LMU München habe ich zahlreiche Techniken in Malerei, Druck, Grafik und plastischem Gestalten kennengelernt und vertieft. Heute kombiniere ich diese auf meine eigene Weise und gebe mein Wissen inzwischen selbst an Studierende weiter. Bereits während meiner Studienzeit beteiligte ich mich an der Organisation und Durchführung zahlreicher Gruppenausstellungen. Auch heute ist der Austausch mit anderen Kunstschaffenden ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit. Im LUV arbeite ich sowohl eigenständig als auch gemeinsam mit anderen Künstlerinnen und Künstlern. Meine Werke umfassen Malerei, Zeichnung und Druck sowie handgefertigte Schmuckstücke. Sie sind vor Ort in Ausstellungen und teilweise auch online zu entdecken. In meiner aktuellen künstlerischen Arbeit beschäftige ich mich insbesondere mit Femininität und der Rolle als Frau in unserer Gesellschaft. Gleichzeitig baue ich das LUV als kreativen Ort und Netzwerk weiter auf, entwickle die Fliegende Galerie und arbeite am Aufbau der Akademie der Kreativität. Mein Ziel ist es, Räume zu schaffen, in denen Kunst, Begegnung und kreative Entwicklung miteinander verbunden werden.

Resident Artist seit August 2026 - Malerei und Linoldruck

Mein Name ist Sabine Schumacher. Ich male leidenschaftlich gerne. Alles, was mich berührt, findet irgendwann einen Weg in meine Bilder. Und wer eins anschaut, soll etwas spüren. Das kann eine Erinnerung sein, vielleicht auch eine Assoziation oder ganz einfach ein schöner Moment. Ohne Spiegelung im Betrachter bleibt die Kunstschaffende nämlich immer allein. Und das wünsche ich mir anders.

Meine Motive finde ich in meiner Fantasie, beim Lesen, beim Betrachten von Fotos oder Gemälden und unterwegs. Manchmal auch, indem ich mich bewusst einem Thema stelle. Es reizt mich enorm, ein Motiv zu malen, das bestenfalls noch nie gemalt wurde.

Meine bevorzugten Techniken sind zurzeit Öl und Acryl, letzteres gerne auch kombiniert mit Kohle oder Gouache. Meine Techniken wechsle ich immer wieder einmal. Das ist ja überhaupt das Faszinierende an der Malerei: diese absolute Freiheit, ganz egal ob in der Technik, in der Größe oder im Stil. Ein Menschenleben reicht nicht aus, um alles einmal ausprobiert zu haben. Für mich ist es beruhigend zu wissen, dass viele Maler sehr alt geworden sind. Die vielen Malerinnen hat man leider in der Vergangenheit gesellschaftlich und an den Akademien ohnehin nie besonders ernst genommen. Und das wirkt bis heute immer noch nach. Deshalb war es mir ein Anliegen, mich mit ihnen zu verbinden. So ist mein Name auf Instagram entstanden: malweiber23.

Isabell M.

Resident Artist seit August 2026 - Töfer- und Malerei

Cooming Soon

Resident Artist seit August 2026 - Schriftsteller

Moin! Ich bin Lars Conze und vermutlich die norddeutsche Seele des LUV. Vor dem LUV war ich kreativ eher so mittelgut aufgestellt. Inzwischen habe ich meine Kreativität entdeckt – und festgestellt, dass sie ziemlich viel Aufmerksamkeit verlangt.Ich probiere mich momentan in allen möglichen Bereichen aus und weiß noch nicht genau, wo ich am Ende lande. Meine Arbeiten befinden sich noch mitten in der Schaffensphase: Ein paar Bilder sind bereits entstanden, die ersten Gedichte geschrieben und wer weiß, was als Nächstes passiert. Vielleicht weiß es die Kunst selbst – ich jedenfalls noch nicht.Was ich allerdings ziemlich genau weiß: Ich schreibe gerade meinen ersten Fantasyroman. Nach unzähligen Stunden des Lesens und Hörens diverser Fantasyreihen fühle ich mich bestens qualifiziert, den klassischen Heldengeschichten neues Leben einzuhauchen.Meine Qualifikation dafür? Keine.Ich habe weder Literatur studiert noch Schreibkurse besucht. Aber das soll noch kommen. Bis dahin gilt: einfach anfangen, ausprobieren und schauen, was passiert. Genau dafür ist das LUV für mich der perfekte Ort.Nebenbei könnte man mich auch als Empfangsdame des LUV bezeichnen. Da ich meistens vier Tage die Woche von etwa 8 bis 17 Uhr vor Ort bin, empfange ich zwangsläufig alles und jeden – Künstler, Besucher, Pakete und gelegentlich auch die Realität.Ich freue mich darauf, euch bald eine erste Leseprobe aus den Abenteuern von Grib, dem besten und gleichzeitig schlecht gelauntesten Goblin der Welt, präsentieren zu können.Mal sehen, ob er die Welt rettet. Begeistert wird er davon jedenfalls nicht sein.